FKK-Urlaub an der Ostsee in Rerik

Freikörperkultur an der Ostsee
Die ehemalige DDR war einst das Eldorado für FKK-Fans, denn die FKK-Bewegung hatte dort eine große Anhängerschaft. Bis heute verteidigen die Menschen dort ihre Vorliebe fürs Nacktbaden. Der Schwerpunkt der FKK-Bewegung liegt dabei bis heute an der Ostsee. Ihre Anfänge nahm die Bewegung etwa Mitte der 1960er Jahre. Die Mitgliederzahlen der Vereine nahmen damals sprunghaft zu. Schon in den 1950er Jahren badete an den Ostseestränden die intellektuelle Elite aus Autoren, Filmemachern und Künstlern nackt in der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Hier frönte man schon in den 1920er Jahren dem Nacktbaden. Ab 1933 wurde ein FKK-Verbot ausgesprochen, nach dem Zweiten Weltkrieg FKK aber zunächst wieder geduldet. Im Jahr 1954 wurde von der DDR-Regierung schließlich ein kurzzeitiges offizielles Verbot des Nacktbadens verhängt, jedoch durch Eingaben und Protestschreiben, auch von Politikern der damaligen Zeit, schnell wieder aufgehoben. Es kam sogar zu Verhaftungen von FKK-Fans. Das Verbot für Otto-Normalverbraucher blieb bis 1956 bestehen. Dies war auch der Beginn der FKK-Anlagen an der Ostsee und der Abrieglung von separaten FKK-Stränden. Denn schließlich war nicht jeder Nudistenfan und man wollte schon, dass die FKK-Fans weitgehend unter sich bleiben konnten. Die Campingplätze und auch die Ferienhäuser, in denen sich FKK-Fans einmieten können, liegen aus dem Grund auch ein wenig abseits der Orte. Ab den 1970er Jahren war FKK-Baden ein Massenphänomen in der DDR. Das Nacktbaden gehörte für die meisten Bürger der neuen Bundesländer, zu den gängigen Urlaubsvergnügen, und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, welche es bis auf den heutigen Tag in nur wenigen anderen Ländern gibt.
Im Jahr 1982 gab es an der Ostsee rund 40 offizielle "Nacktbadestellen" wie es offiziell hieß und 1988 bereits 60. Speziell an der Ostsee wurde das Nacktbaden nach der Wiedervereinigung immer weiter zurückgedrängt. Dies führte zu Konflikten, weil die Besucher aus dem doch eher prüden Westen mehr Ostseestrand für sich beanspruchten. Einige Gemeinden verkleinerten daraufhin die FKK-Strände wieder. Diese Entwicklung ist inzwischen Teil der Freikörperkultur-Geschichte Deutschlands geworden.

Aktuelle Entwicklungin MV


Außer an der Ostsee hat sich auch an einigen Binnenseen in MV die recht ungezwungene Nacktheit dennoch weitgehend erhalten und ist dort auch nach wie vor akzeptiert. Es gibt an der Ostsee inzwischen aber auch ausgesprochene Textilstrände, aber auch ausgewiesene FKK-Strände, die von den Vereinen betrieben werden. Die Ostsee gilt dabei als die FKK freundlichste Urlaubsregion Deutschlands. Die Zahl derer, die an die Ostsee kommen, um dem Nacktbaden zu frönen, ist allerdings schon seit Jahren rückläufig. Die Gründung von Vereinen ist inzwischen selten geworden. "Wo das Nacktbaden nicht verboten ist, dort kann man auch nackt baden", so lautet heute die praktizierte Reglung allgemein. Das heißt aus der Sicht der Westdeutschen, die nur ungern nackte Haut sehen, wenn sie an die Ostseeküste MV fahren: „Wenn Nacktbaden nicht ausdrücklich erlaubt ist, dann ist es verboten“. Doch man ist im Osten schon immer zu Kompromissen bereit gewesen. Aus diesem Grund bieten die vor Ort ansässigen FKK-Vereine heute meist auf ihrem eigenen Gelände ein kommerzielles FKK-Freizeit-und Urlaubsangebot an. Dort wo öffentlich Nacktbaden nicht erlaubt ist, kann es sein, dass man mit einem Bußgeld rechnen muss, und zwar wegen Belästigung der Allgemeinheit.

Vorteile der FKK-Kulturan der Ostsee


Dort frönen bis heute ganze Familie in den Ferien dem Nacktbaden, mieten sich dabei Ferienwohnungen und säumen die Strände. An der Ostsee in MV gibt es eine ganze Reihe von FKK-Stränden, die gerne besucht werden. Als Lieblingsunterkunft auserkoren haben die meisten FKK-Fans das Ferienhaus. Denn hier sind sie unter sich und hier können sie auch in ihren eigenen angemieteten vier Wänden dem Nacktsein nachgehen, ohne anderen Hotelgästen negativ aufzufallen. Vorteilhaft ist natürlich auch der Preis von einem FKK-Urlaub, denn wer sich in der Ferienwohnung selbst versorgt, der spart jede Menge Kosten für Verpflegung und Unterbringung. Eine weitere beliebte Variante beim FKK-Urlaub zu nächtigen ist auf dem Campingplatz, entweder mit Wohnwagen und Vorzelt oder schon bisschen luxuriöser mit Wohnmobil. In allen Fällen gilt: Statt einen fixen Preis fürs Hotelzimmer oder das Menü zahlen zu müssen, bezahlt man nur die Einkäufe, die man auch zu Hause im Supermarkt erledigen würde. Die Belegung von einer Ferienwohnung bzw. einem Ferienhaus ist zudem vielseitiger und auch mit größerer Personenzahl realisierbar.

Um die modischste Badebekleidung müssen sich die FKK-Fans entsprechend keine Sorgen machen, bevor sie in die Ferien starten. Die richtigen FKK-Fans haben lediglich ihre Straßenbekleidung dabei, die sie dann wieder ablegen, wenn sie das Ferienhaus oder den Campingplatz betreten. Schamgefühl darf man dann natürlich nicht haben. Denn es gilt hier, sich zu entblößen und sich eben ganz natürlich zu zeigen. Und das gilt vom Baby bis hin zu Senioren.

FKK-Strände Ostseebad Rerik


Auf den ersten Blick sehen die FKK-Strände in Rerik nicht anders aus, als jeder andere Strand an der Ostsee. Wo diese zu finden sind, das kann man im Internet leicht herausfinden. Gleich zwei FKK-Strände bietet der Ostseebadeort Rerik. Dieser Ort liegt am nordöstlichen Ende des Salzhaffs, einem Teil der Wismarer Bucht. Der Ort erstreckt sich zwischen dem Festland und der Halbinsel Wustrow. Bis nach Wismar sind es rund 35 km in nordwestlicher Richtung. Rostock liegt ebenfalls 35 km entfernt in östlicher Richtung.

Für Naturisten ist Rerik damit ein wahres Eldorado. Dieser FKK-Strandabschnitt befindet sich am westlichen Ende des Strandes, genauer gesagt vor der Absperrung zur Halbinsel Wustrow. Dieser Strand wechselt zwischen Stein- als auch Sandstrand und ist nicht so überlaufen. Das hat wohl etwas damit zu tun, dass die Verantwortlichen hier eine Entscheidung getroffen haben, die alle FKK-Freunde freut: Denn mit Ausnahme des Hauptstrandes von Rerik ist es an allen Strandabschnitten gestattet nackt, zu baden. Das heißt, neben dem Textilbaden ist auch FKK erlaubt. Die Praxis sieht dabei so aus, dass direkt an den Strandzugängen textil gebadet wird und in ca. 100 m Entfernung die FKK-Fans unter sich sind. Ein weiterer Leckerbissen dürfte sein, dass zwischen dem FKK-Strand Rerik und dem FKK-Strand Kühlungsborn West Niemandsland ist. Das heißt, hier ergibt sich für FKK-Fans eine herrliche Strecke für sogenannte FKK-Wanderungen. Sanitäre Einrichtungen und sonstige Infrastruktur sind am Strand für die FKK-Fans natürlich vorhanden.


FKK-Baden in Börgerende


Nur einige Kilometer von den bekannten Ostseebädern Warnemünde und Heiligendamm entfernt befindet sich Börgerende-Rethwisch. Der Ort besitzt einen wunderschönen Naturstrand mit Textil- und FKK-Strand. Begrenzt wird der Naturstrand im Westen von der Jemnitz-Schleuse und im Osten durch den Gespensterwald Nienhagen. FKK-Baden ist hier ein besonders schönes Erlebnis, weil der Strand flach abfallend ist. Auch für Familien ist der FKK-Strand aus diesem Grund ideal. Die Strandabschnitte für Textilbaden und Nacktbaden sind durch Schilder voneinander getrennt. Der FKK-Strandabschnitt verfügt über sandige und steinige Abschnitte. Erreichbar ist der FKK-Strand hier über den Strandzugang 2 - 2a und befindet sich zwischen „Segelschule“ (Holzsteg) und dem Eingang zum Campingplatz. Die Infrastruktur am Strand ist gut ausgebaut. Parkplätze sind in Strandnähe ausreichend vorhanden. Es steht ein bewachter kostengünstiger Parkplatz zur Verfügung. Kostenfrei parken kann man auch in den umliegenden Straßen in den vorgesehenen Parknischen. Das Angebot an Ferienwohnungen und an Ferienhäusern ist hier ebenfalls groß. Von einigen aus ist es nicht weit bis zum Strand, sodass man überhaupt kein Auto benötigt für die Anfahrt. Da sich der Strandaufgang aber direkt am Börgerender Campingplatzes befindet, benötigen die meisten überhaupt kein Fahrzeug, um zum FKK-Strand zu kommen. Dieser erstreckt sich im Übrigen fast 1 km westwärts und ostwärts bis hin zum benachbarten Küstenort Nienhagen. Platz genug zu Wanderungen am FKK-Strand ist hier also auch. Ansonsten wird an den FKK-Stränden sehr viel Sport getrieben in Form von Beachball oder Volleyball.