Reriker Schmiedeberg

die Aussichtsplattform von Rerik

Der Schmiedeberg Rerik ragt imposant am Strand empor und stellt den Überrest einer alten slawischen Siedlung, genauer eines Burgwalls aus dem 8. Jahrhundert dar. Ein großer Teil dieser ehemaligen Anlage fiel 1872 einer Sturmflut zum Opfer. Der Schmiedeberg Rerik gehört neben dem ebenso berühmten Kap Arkona zu den einzigen bekannten Burgwällen, die sich unmittelbar an der Küste der Ostsee Mecklenburg-Vorpommerns befinden. Heute ist der Schmiedeberg ein beliebtes Ausflugsziel mit einem imposanten Ausblick. Hier oben haben Besucher einen wunderbaren Blick über das Salzhaff, die Halbinsel Wustrow und natürlich die Ostsee. Ein niedlicher Pavillon lädt zur Rast und Erholung ein, hier können die Gäste in Ruhe die Aussicht genießen. Eine Informationstafel informiert die Touristen über die historischen Hintergründe und Details. Am Fuß des Bergs befindet sich ein informativer archäologischer Lehrpfad.

Reriker Schmiedeberg

Aussichtspunkt Schmiedeberg

Um die herrliche Aussicht genießen zu können, führt eine Treppe hoch zum Aussichtspunkt. Oben angelangt kann man im Pavillon Platz nehmen und die Aussicht genießen, die den Blick auf das gesamte Umland freigibt. So entdecken die Besucher nicht nur die Weite der Ostsee, sondern erhaschen auch einen Blick auf Rerik mit dem beschaulichen Ortskern, der Kirche und dem Hafen.

Die Lage des Schmiedebergs

Der Schmiedeberg verfügt über eine ganze besondere Küstenlage beim Ostseebad Rerik. Zum einen liegt Rerik genau an der Ostsee und besitzt einen schönen Sandstrand, im Osten befindet sich die imposante Steilküste. Im Westen erstreckt sich parallel zur Küste die Halbinsel Wustrow. Das südöstliche Ufer und die Region westlich von Rerik bilden das Salzhaff mit einem Zugang zur Ostsee im Südwesten.

Der slawische Burgwall

Für historische Siedlungen spielten strategisch günstige Lagen immer eine wichtige Rolle. Im Fall von Rerik bietet sich das Salzhaff ideal für einen geschützten Hafen an. So kamen im 7. Jahrhundert die Slawen in diese Gegend und gründeten hier eine Siedlung, wobei ein effektiver Schutzwall aus Holz und Erde nicht fehlen durfte. Im Laufe der Jahrhunderte trug die Ostsee Land ab, im 19. Jahrhundert zerstörte eine Sturmflut weite Teile dieser historischen Siedlung. So sind heute nur noch diese Überreste des Walls – der Schmiedeberg – sowie des Burggrabens übrig.

Archäologischer Lehrpfad

Das Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hat hier bereits 2005 in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum einen archäologischen Lehrpfad mit Informationstafeln eingerichtet. Hier können Besucher auf Zeichnungen erkennen, wie die Anlage ursprünglich und vollständig ausgesehen haben muss. Bei Grabungen wurden in den 1930er Jahren slawische Keramiken aus dem 9. und 10. Jahrhundert entdeckt. In der Jungsteinzeit wurde das Gebiet um Rerik bereits besiedelt und damit schon lange vor der Ankunft der Slawen. So wurden 5000 Jahre alte Großsteingräber entdeckt, etwa zwischen Rerik und Garvsmühlen, aber auch in der Region bei Blengow, Mechelsdorf und Neu Gaarz.

Sonstiges

Der Schmiedeberg Rerik lohnt also einen Besuch. Östlich vom Schmiedeberg, etwa in acht Kilometer Entfernung, lädt die Kühlung zu einem erholsamen Waldspaziergang ein. Außerdem befindet sich in sechs Kilometer Entfernung Luftlinie der Leuchtturm Bastorf. Er befindet sich auf einer Anhöhe und bietet ebenfalls ein beeindruckendes Panorama.

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