Schusterstadt Kröpelin

Die Stadt Kröpelin ist eine Kleinstadt im Landkreis Rostock und liegt nur gut zehn Kilometer von der Ostsee entfernt. Das Städtchen bieten für Familien, Paare und sonstige Freunde der Ostsee jede Menge Urlaub, Erholung, Natur, Geschichte und Abenteuer.


Historisches und Mittelalterliches

Die Nähe zu Wismar und Rostock lockt auch viele Gäste in die Stadt, die bereits im Mittelalter erstmals unter dem Namen Crapelin erwähnt wurde, um genau zu sein 1177. Es handelte sich um ein Dorf in der Nähe einer ehemaligen slawischen Siedlung, das zum Kloster Doberan gehörte. Im Jahr 1249 bzw. 1250 wurde Kröpelin in einer Urkunde von Landesfürst Heinrich Borwin III. als Stadt bezeichnet und Kröpelin erhielt das Stadtrecht. Im Jahr 1999 fand eine umfangreiche Jubiläumsfeier anlässlich der 750-jährigen Existenz statt. Der 30-jährige Krieg ging auch an Kröpelin nicht spurlos vorbei als 1626 die Truppen des Kaisers und Tilly auf dem Weg nach Rostock und Wismar auch Kröpelin plünderten. Der schwedische König befreite die Stadt, die nun wieder dem Landesfürsten gehörte. Kröpelin erlangte auch durch den ersten Hexenprozess in Mecklenburg traurige Berühmtheit. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen Handwerker wie Schuster, Bäcker oder Schlachter und natürlich Mühlenbetreiber sie trugen zum Wohlstand der Stadt bei.



Sehenswürdigkeiten und Kulturelles

Die Stadtkirche zählt zu den interessanten kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Kirchturm allerdings aus dem 15. Jahrhundert. Auch andere Teile wie das Taufbecken aus Bronze stammen aus dem 15. Jahrhundert, andere wiederum wie die Kanzel im Barock-Stil wurden im Jahr 1786 ergänzt, ebenso wie die neugotische Altarwand 1857 oder die Orgel aus dem Jahr 1845.

Weitere spannende Sehenswürdigkeiten für Groß und Klein ist das Stadtmuseum, das als Heimatmuseum bis 2011 im historischen Rathaus zu finden war, seit diesem Jahr nun in der Stadtbibliothek zu Hause ist, oder die versenkbare Windmühle aus dem Jahr 1904. Hier werden Stadtgeschichte und regionale Besonderheiten dem Besucher vorgestellt. Auf der Fahrt zur Mühle, auch Galerie-Holländer-Windmühle genannt, hat man den Eindruck, sie verschwindet im Boden und taucht unvermittelt wieder auf, aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit aus Senken und Hügeln. Eine weitere Mühle ist die Erdholländer-Mühle aus dem Jahr 1876, die aktuell als Wohnung genutzt wird und ohne Flügel und Windrose auskommt. Sehenswert ist auch das Herrenhaus Wichmannsdorf.

Im nahe gelegenen Gewerbegebiet sind zahlreiche Unternehmen der Bereiche Dienstleistungen wie Tourismus oder Produktion wie Metall verarbeitendes Gewerbe angesiedelt. Auch behinderte Menschen können in den Kröpeliner Werkstätten tätig sein. Für die Region ist auch die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sorgen für die Wirtschaftskraft der Region.


Musik und Unterhaltung, Freizeit und Sport in Kröpelin

Ein reges Vereinsleben prägt das soziale Umfeld in der Stadt. Viele Vereine wie der Kaninchenzüchterverein, Reitverein, Hundesportverein und viele mehr kümmern sich um Freizeitangebote und regionale Besonderheiten. So ist Kröpelin für seine Feste bekannt, die auch die Gäste zu schätzen wissen. Vor allem das Reiten und die Sport-Schützen haben hier eine lange Tradition. Das jährliche Schützenfest ist einen Besuch wert. Ausflüge in die Umgebung laden zum Wandern, Wassersport oder Radfahren ein. Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder Feste runden das kulturelle Freizeitangebot ab. Wer etwa auf bekannte und legendäre Ostrock-Bands steht, kommt beim jährlichen Dorfrock im Ortsteil Schmadebeck auf seine Kosten. Hier traten u.a. schon Karat, Torfrock, Puhdys oder City aufgetreten.


Die Ortsteile von Kröpelin

Ein Ortsteil von Kröpelin ist Altenhagen. Die Gemeinde zählt 300 Seelen und verfügt über einen attraktiven Radweg. In der ländlichen Region lässt sich viel entdecken und die Natur genießen, z.B. der Park um das ehemalige Schloss.

Auch Diedrichshagen ist eine kleine Gemeinde, die heute zu Kröpelin gehört. Die Gemeinde liegt im Norden der Stadt und grenzt an das Waldgebiet Kühlung.

Klein Nienhagen ist eine weitere Gemeinde, die seit 2004 zur Kommune Kröpelin gehört. Früher gehörte Klein Nienhagen zu Altenhagen. Es liegt im Süden hat einen ländlichen Charakter. Mittelpunkt der Gemeinde ist das Gutshaus der Familie Gloe. Zum Gutshof gehört auch ein Reiterhof, der Feriengäste begrüßt, außerdem finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt.

Bekannter Ortsteil durch das bereits erwähnte Rock-Festival Dorfrock ist Schmadebeck. Auch Schmadebeck wurde 2004 eingemeindet. Die Gemeinde zählt 100 Mitglieder, hier stehen gepflegte Häuser mit großen Gärten. Das Gutshaus der Gemeinde ist im Privatbesitz und kann daher nicht besichtigt werden.
Slawische Ursprünge hat auch der Ortsteil Wichmannsdorf. Eine wechselvolle Geschichte ging mit einigen Eigentümern einher. Auch hier gibt es einen Gutshof, der mit einem gepflegten Parkbereich versehen ist. Die Gutsherren waren hier sehr umsichtig und sorgten sich auch um das leibliche und medizinische Wohl der Tagelöhner und Arbeiter. Heute können Besucher die zahlreichen Gärten bewundern und das Biotop mit einem großen See genießen.


Übernachten in Kröpelin und Umgebung

Wie in vielen ähnlichen kleinen Kommunen finden Besucher, Feriengäste und Liebhaber der Ostsee auch in Kröpelin gemütliche Fremdenzimmer, Ferienwohnungen und Pensionen oder Hotels. Auch Ferien auf dem Bauernhof sind in der Region möglich. Ferienunterkünfte im naheliegenden Ostseebad Rerik.



Verkehr und Anreise nach Kröpelin

Kröpelin ist mit dem Pkw gut über die Bundesstraße 105 Rostock-Wismar wie die Ostsee-Autobahn A 20 erreichbar, auch mit dem Zug ist Kröpelin an die Bahnstrecke Wismar-Rostock angeschlossen, mit Regional-Verbindungen nach Bad Doberan und Rerik, Tessin und natürlich Rostock und Wismar. Zusätzlich verkehren von Rostock aus Regionalbusse entlang der Küste, die auch in Kröpelin Stopps einlegen.